Phänomen Wohlstand

Ausstellung, Vernissage
Mittwoch, 16.05.2012, 20:00 – 22:00 Uhr
Motorenhalle - Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden
Künstler:
Fabienne Ballandras, Guy Ben Ner, Benedikt Braun, Frank Bölter, Alice Creischer & Andreas Siekmann, Philipp Gloger, Claire Guerrier, Frank Herrmann, Thilo Hoffmann, Rupert Hofmann, Christian Jankowski, Paweł Jarodzki, Martin Krenn, Verena Landau, Seraphina Lenz, Jean-Claude Lutmann, Gruppe LUXUS, MOGA - Salon rejected, Vik Muniz, Natalia LL, Jörg Obergfell, Christoph Oertli, Beate Passow, Oliver Schau, Karin Schaub, Stephanie Senge, Aleksandra Ska, Tobias Stengel, Stefan Voigt, Konrad Winter, Sus Zwick

In Europa herrschen gleichzeitig sowohl eine tiefgreifende Krise als auch ein Grad an materiellem Wohlstand, wie es ihn so lange, so umfassend und auf so hohem Niveau bisher noch nie gab. Doch was eigentlich macht den Wohlstand aus, wenn die Grundbedürfnisse erfüllt sind? Oder, mit Brecht gefragt: Kommt wirklich mehr Moral, nachdem das Fressen gesichert ist? Um ehrlich zu sein, wir wissen es nicht. Ebenso wenig wissen wir, was nach dem Wohlstand kommt. Vernichtet ihn diese oder eine der kommenden Krisen? Oder ist jede Krise vor allem eine Chance? Ein Topos, der fest in Diskursen von Politikern und Ökonomen verwurzelt ist. Doch was verbirgt sich hinter dieser Worthülse? Ist sie ein schlichter Euphemismus, um die katastrophalen Auswirkungen eines Wirtschaftssystems zu verschleiern, das auf ständiges, quantitatives Wachstum ausgerichtet ist? Oder deutet die Formulierung tatsächlich auf eine Chance der Erneuerung hin? Wenn ja, als eine Chance worauf? Auf neuen Wohlstand oder neues Wachstum? Wäre nicht eine grundlegend neue Konzeption von Wohlstand die wirkmächtigere und lebendigere Chance für eine Gesellschaft nach der Krise?

Die in der Ausstellung gezeigten Kunstwerke konzentrieren sich auf einige thematische Aspekte, wie Arbeit, Glück, Konsum, Kunst, Politik oder Wirtschaft und kreisen mit unterschiedlichsten Ansätzen und Mitteln - Ironie, Analyse, Sarkasmus, Affirmation, Vision - letztlich um diese Fragen. Ein naturalistisch anmutender Baum entsteht aus dem Papier von abgelesenen Illustrierten. Das Essen der Banane in den 1970ern steht zu dem der Wurst in den 2000ern. Preise von Yachten, Kurse am 12.09.2001 auf rosa Seide gestickt, Modepuppen in Schaufenstern oder auf East - West Basaren in Istanbul, die Herkunft des Inhaltes unserer Kleiderschränke, Münzenwerfer, gestretchte Kleinwagen, Einkaufstüten ...

Virtueller Ausstellungsrundgang

Kurator:
Frank Eckhardt
Co-Kurator:
Denise Ackermann, Andrea Domesle, Jolanta Bielańska

Sonstiges:

Vernissage mit Musik von Bureaumaschine (Loop, Theremin) Mi 16.05.2012, 20 Uhr
Ausstellungsdauer 16.05.12-14.07.2012
Öffnungszeiten Di-Fr 16-20 Uhr, Sa 14-18 Uhr
Sonderöffnungszeit Mo 21.5., 16-20 Uhr
(Ver)Führungen zum Phänomen Wohlstand, Mo 21.5. 18 Uhr; Sa 2.6., 30.6., 7.7., 16 Uhr
Eintritt frei
  • Konrad Winter, aus der Serie getarnter Wohlstand „Camouflaged Prosperity/Schaufensterpuppen“ 2009, Autolack auf Aluminium, 100 x 120 cm
  • Verena Lanau, Waiting for Stars 04, 2010, Öl, Leinwand 140x240cm
  • Pawel Jarodzki, Show of Confectionery Products with Extended Expiry Dates, Installation
  • Aleksandra Ska, „Fat love“, 2009, DVD (fragment)
  • Pawel Jarodzki, „Wer nicht kauft, isst nicht“

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