MANUFACTOR

Vom Häkeln, Sägen, Löten, Netzwerken
Projektzeitraum 18.09.2013 bis 21.12.2013
Vernissage: Mittwoch 18.9.2013, 20 Uhr - 22 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung: Di-Fr 16-20 Uhr, Sa 14-18 Uhr (im Rahmen des DCA-Rundgangs ist die Motorenhalle am 28.9. bis 22 Uhr geöffnet, am 12.11. bereits ab 19 Uhr geschl.)

Im Spannungsfeld zwischen einem Wiederaufleben älterer Handarbeitstechniken und dem Aufkommen von bezahlbaren 3D Druckern entwickelt sich die Do It Yourself (DIY) Bewegung. Diesem gesellschaftlichen Trend des Miteinander Tuns wollen wir in Ausstellung, Werkstätten, Gesprächen, Filmen und weiteren Formaten über die Hemisphäre des künstlerischen Firmaments hinaus nachgehen. Es sollen Kunstwerke oder ihre Dokumentationen gezeigt werden, die Formen des Selbermachens aufgreifen, selbst auf einem für den Kunstbereich ungewöhnlichen handwerklichen Selbermachen beruhen oder die DIY-Bewegung reflektieren.

Worin könnte die Zukunft kreativer Tätigkeit in Bezug auf individuelle oder individualisierte Güter liegen, die nicht unbedingt mit dem Anspruch auf Kunst, auf jeden Fall aber mit dem auf schöpferischen individuellen Ausdruck verbunden sind? Wie hängen technologische und mikrosoziologische Entwicklungen in diesem sowohl von traditionellen Handwerks- oder Handarbeitstechniken wie auch von rapidem technologischem Fortschritt geprägtem Feld zusammen? Wie und womit sind Künstler/innen in solcherart Veränderungen einbezogen oder treiben diese gar voran?

Die Verfertigung individueller Produkte war bis zu den Zeiten der Manufakturen der Normallfall und blieb es auch noch eine Zeit lang nach dem aufkommen der Fabriken. Doch nach und nach verschwanden die meisten dieser alten Formen, zuerst aus der allgemeinen Produktion, dann aus der allgemeinen Tradition. Danach waren es bis vor kurzer Zeit fast ausschließlich Spezialist/innen, die solche Produkte herstellten, z.B. vornehmlich ältere Frauen, die noch häkeln, sticken oder stricken konnten, Modell- oder Formenbauer/innen, Kunsthandwerker/innen oder Künstler/innen, Anhänger/innen verschiedener spezialisierter Hobbys usw.

Doch bereits vor mehr als zehn Jahren haben gerade Künstler/innen begonnen, handwerkliche Techniken in den Kunstdiskurs zu setzen und so auch wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zurück zu holen, sei es Sticken, Stricken, Laubsägen oder Löten. Selbsthändisch, abseits der traditionellen Kunsttechniken gemachte oder gemacht scheinende Kunstwerke waren und sind zunehmend zu sehen. Der Trend zum Selbermachen hat mittlerweile an Breite gewonnen und ist über die Kunstwelt hinaus global zu einem Trend des Selbermachens geworden – dem DIY (do it yourself).

Es werden Dokumentationen zur Entwicklung von offenen Werkstätten und anderen Formen gemeinsamen und selbständigen Tuns erarbeitet und gezeigt. Die Protagonist/innen verschiedener Werkstätten bieten die Nutzung ihrer Ressourcen, sowohl in der Motorenhalle als auch am Werkstattort an.

Im Projekt soll es also nicht um das Tun oder Lassen im eigenen Gehäuse gehen, sondern vornehmlich um Gruppen und die Spannung zwischen Tradition und Zukunft werklichen Gestaltens, dem kreativen Selbermachen. Uns interessiert hier weniger der Reiz des Selbermachens als individuelles Hobby, sondern die bewussten, impliziten sozialen und politischen Fragestellungen, die etliche Akteure antreiben sowie die möglichen Konsequenzen für gesellschaftliche, aber auch individuelle Fortentwicklungen aus diesem Ansatz.

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