videoabend: Arbeiten von Daya Cahen (NL)
moderiert von: Nadine Bors

Film, Gespräch
Mittwoch, 10.12.2014, 20:00 – 22:00 Uhr
Motorenhalle - Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden

Die Arbeiten von Daya Cahen beschäftigen sich mit Propaganda, Indoktrination und auch den manipulativen Kräften der Medien. Beispielsweise ist es ihr als erster Westeuropäerin gelungen, mit Kamera ein Naschi-Camp zu besuchen. Diese Camps werden von der Jugendorganisation Naschi, 2005 von der russischen Staatsführung initiiert, veranstaltet und bilden eine idealtypische geschlossene Gemeinschaft, in der sich gruppendynamisch das politische Denken von Teilen der heutigen jungen russischen Generation formen lässt. In einer weiteren Arbeit beschäftigt sich Cahen damit, was es gegenwärtig in Russland heißt, eine Frau oder ein Soldat zu sein. Wie verändert der Krieg jemanden? Dieser Frage geht sie mittels einer experimentellen Dokumentarmethode nach. Sie stellt Kindheitserinnerungen aus der Zeit des Belagerungszustandes von Sarajevo und Auszüge aus Schuldgeständnissen beim Internationalen Strafgerichtshof gegenüber.


Sonstiges:
Eintritt frei, über eine Spende freuen wir uns sehr!