Die Motorenhalle ist der Ort für Projekte mit thematischen Schwerpunkten vorrangig mit noch nicht etablierten internationalen Künstlern. Wichtig sind dabei die Wirkung in den öffentlichen Raum, auf gesellschaftliche Prozesse und deren Wahrnehmung im künstlerischen Diskurs. Zudem hat sich die Motorenhalle mit regelmäßigen Gesprächs- und Veranstaltungsreihen, mit dem videoabend und den dresdner schmalfilmtagen als Ort des Diskurses etabliert. Das osteuropäische Element ist tragend für die Motorenhalle. Sie ist längst zu einem Hort des Zeitgenössischen in der Stadt und darüber hinaus geworden.

Ausgangslage
Dresden gründet sein Image ganz wesentlich auf die reiche künstlerische Tradition. Darüber hinaus sind auch immer wieder wichtige Impulse der Kunstentwicklung von hier ausgegangen.

Aktuell ist jedoch eine vermehrte Abwanderung von Künstlern sowie weitenteils ein Mangel an Perspektiven und Visionen zu konstatieren. Somit gilt es, das Klima für aktuelle Kunst in Dresden nachhaltig zu verbessern.

Ort
Als einer der dazu notwendigen Orte des Experiments versteht sich das Projektzentrum Motorenhalle.

Diese dreischiffige Werkhalle mit einer Größe von ca. 600 qm befindet sich nahe des Stadtzentrums in der Friedrichstadt, einem städtebaulich vernachlässigten Gebiet.

Programm
Die Arbeit wird sich auf Projekte mit noch nicht etablierten Künstlern konzentrieren, die von Gastkuratoren in einem Zeitraum von je drei bis sechs Monaten realisiert werden. Dabei ist auch an eine Verknüpfungsfunktion zwischen regional und international agierender Kunstszene gedacht.

Als inhaltliche Schwerpunkte sind die Wirkung in den öffentlichen Raum, auf gesellschaftliche Prozesse sowie auf den künstlerischen Diskurs zu nennen. Durch entsprechende Kooperationen soll zur Entwicklung eines engagierten Netzwerkes beigetragen werden. Zudem soll ein Kuratorenstipendium eingerichtet werden.

Neben den flexiblen Projektzeiträumen können regelmäßige Vorhaben oder Gesprächs- bzw. Veranstaltungsreihen einen festen Platz erhalten. In Zeiten zwischen einzelnen Projektphasen könnte die Halle auch für andere Aktivitäten vergeben werden, sofern diese kompatibel sind.

Beirat
Der künstlerische Beirat begleitet die Arbeit des Projektzentrums und berät über die Einladung von Gastkuratoren, die Vergabe von Kuratorenstipendien oder auch die Durchführung von Projekten.

Durch das Gremium werden inhaltliche Formate diskutiert und über deren Ausfüllung, insbesondere über die Einladung von Gastkuratoren für bestimmte Projekte bzw. Zeiträume beraten.

Beirat:
Susanne Altmann, Torsten Birne, Stefanie Busch, Frank Eckhardt, André Eckardt, Martin Keil, Henrik Mayer, Christian Sery, Silke Wagler, Manfred Wiemer

Dokumentation und Kommunikation
Eine angemessene Dokumentation der Projekte und deren Veröffentlichung wird im Web erfolgen. Mittelfristig könnte sich die Schaffung einer Dokumentationsstelle für Kunst im öffentlichen Raum, evtl. verbunden mit einer Koordinatorenfunktion, als sinnvoll erweisen. Die Motorenhalle soll zudem ein Ort sein, an dem Künstler Dokumentationen ihrer Arbeit, Vorschläge oder erste Ideen hinterlegen können.