Straßenkino: Videocity zu Gast – Einsamkeit und unser Handeln in der Krise
Straßenkino: Videocity zu Gast – Einsamkeit und unser Handeln in der Krise

Straßenkino: Videocity zu Gast – Einsamkeit und unser Handeln in der Krise
(tgl. 15:30-20 Uhr)

Dienstag, 18.01.2022, 15:30 – 20:00 Uhr
Runde Ecke - Adlergasse 12/Ecke Wachsbleichstraße, 01067 Dresden

13.1. – 28.4.22, kostenfreies Straßenkino im Freien, alle vier Wochen werden 10 neue Videos projiziert

Selten war das Thema „Einsamkeit“ so relevant wie derzeit. Um trotz Lockdown dennoch Kultur erlebbar zu machen und der Traurigkeit einen Lichtblick entgegenzuhalten, hat riesa efau die Kuratorin Andrea Domesle mit ihrem Projekt „Videocity“ (www.videocity.org) eingeladen, den derzeit verschlossenen Eingang der Runden Ecke des Vereins (Wachsbleichstraße 4a) für die Dresdner*innen zu bespielen.

Videocity hat 2018 begonnen, einen umfangreichen Zyklus mit 40 Videos von 40 internationalen Künstler*innen zum Thema „Einsamkeit“ zusammenzustellen. Ein Teil war im Jahr 2019, der andere 2022 am Messeplatz in Basel zu sehen. Der geplante, von Andrea Domesle moderierte Videoabend in der Motorenhalle Dresden musste mit dem erneuten Lockdown wie so vieles verschoben werden. Nun zeigt die Kuratorin den gesamten Zyklus bis 28. April 2022 immer von 9-22 Uhr. Von der Wachsbleichstraße aus und nach individuellem Zeitkontingent können alle vier Wochen 10 neue Videos von 10 internationalen Künstler*innen, darunter welche aus Sachsen, angeschaut werden. Neben sehr berühmten sind viele junge Talente dabei und manche überhaupt zum ersten Mal in Deutschland ausgestellt.

Mit dieser Setzung möchten die Projektbeteiligten in der Krise länderübergreifenden Kulturaustausch aufrechterhalten und ein Zeichen der Solidarität mit Kulturschaffenden von nah und fern ebenso setzen wie mit unserem Publikum, Passanten und Nachbarschaft. Als Referenz zur Herkunft des Gastprojekts ist der dritte Teil des Outdoor-Screenings Schweizer Videokünstler*innen gewidmet.

Die Absage zahlreicher Veranstaltungen, die Einschränkung von Zusammenkünften, internationalen Reisen und des sozialen Lebens haben starke Spuren im Wohlbefinden hinterlassen und viel Isolation geschaffen. Welche langfristigen Auswirkungen hat die Pandemie sowohl für den Einzelnen als auch für Unternehmungen? Auf welche unterschiedlichen Arten kann sich Einsamkeit manifestieren? Die ausgewählten kurzen Videos nehmen das Thema „Einsamkeit“ als Ausgangspunkt und befragen dessen unterschiedliche Formen. Manche Videos sind im Jahr 2020 entstanden und die Künstler*innen analysieren ihre unmittelbare Krisen-Erfahrung. Der Großteil der Videos entstand schon zuvor. Hier ist der Blick mit den eigenen Covid-Erlebnissen auf die Werke spannend.

Präsentationszeit:

13.1. – 28.04.2022

Täglich von 15:30 bis 20 Uhr.

Kostenfreies Straßenkino im Freien. Zu empfehlen bei trübem Wetter oder in der Dunkelheit. Alle vier Wochen werden 10 neue Videos projiziert.

Präsentationsort:

Eingangstür zur Runde Ecke am Kultur Forum des riesa efau
Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden

40 Künstler*innen bzw. Gruppen:

Mia Bailey, Jonas Baumann, Eleonor Beale, Sylvie Boisseau & Frank Westermeyer, Dmitry Bulnygin, Elmas Deniz, Tomas Eller, Hayden Fowler, Gentle Women, Eva Giolo, Masha Godovannaya, Bettina Grossenbacher, Anette C. Halm, Luzia Hürzeler Ji Su Kang-Gatto, Frantiček Klossner, Wolfgang Lehrner, Yue Liang, Matthieu La-Brossard und Nathan Clement, Theres Liechti, Jess MacNeil, Tommaso Malato Renda, Angela Marzullo, Chantal Michel, Alexandra Mitlyanskaya, Mladen Miljanović, Sebastian Mundwiler, Natacha Nisic, Christoph Oertli, Valentina Pini, Elodie Pong, Jhafis Quintero González, Salphinah Savin, Ultra, Yury Vassiliev, Martina Wolf, Chen Xiaoyun, Gyonyoung Yoon, Yuge Zhou.

Kurator*innen, Videocity-Team und Praktikantinnen von 2020:
Polina Chizhova, Anne Cuzon, Rahel Christen, Andrea Domesle, Chiara Giardi, Lucie Pavy, Lia Quirina, Michelle Sacher, Fabienne Schoch, Alya Alawadhi, Hortense Albisson, Seyma Bayrak, Chiara Düblin, Inna Humeniuk, Meng Meng Li, Laura Rehme, Leoni Reiber, Aline Lusser, Miriam Pinocchio, Ning Zhou und russische Kolleg*innen.

Videocity Präsentations-Experiment:

Zu diesem gehört, dass die Geräusche der Stadt die Tonspur der Videos bilden oder eine allfällige ersetzen. Zufälligkeiten des Alltags - Geräusche und Reflexionen - greifen in die Kompositionen ein; sie können ästhetische Elemente betonen oder diesen widersprechen und so mit den Arbeiten interagieren. Die Umgebung erlaubt es, die Videoarbeiten im belebten öffentlichen Raum in einem neuen Licht zu sehen. Die Videoarbeiten kontrastieren mit dem Leben und erhalten eine ganz neue Bedeutung.

Dank an die Leihgeber:

Künstler*innen sowie ShanghART für Yue Liang und Chen Xiaoyun.

Präsentations-Zyklen:

13. Januar  – 9. Februar 2022

Eleonor Beale, Tomas Eller, Eva Giolo, Anette C. Halm, Gentle Women, Matthieu La-Brossard und Nathan Clement, Martina Wolf und Chen Xiaoyun.

7. Februar 2022 – 6. März 2022

Mia Bailey, Hayden Fowler, Masha Godovannaya, Ji Su Kang-Gatto, Wolfgang Lehrner, Jess MacNeil, Alexandra Mitlyanskaya, Ultra, Yury Vassiliev.

7. März 2022 – 27. März 2022

Dmitry Bulnygin, Elmas Deniz, Anette C. Halm, Yue Liang, Tommaso Malato Renda, Mladen Miljanović, Natacha Nisic, Gyonyoung Yoon, Yuge Zhou.

28. März 2022 – 28. April 2022 Fokus Schweizer Videokunst: 15 Videos

Jonas Baumann, Sylvie Boisseau & Frank Westermeyer (2 Videos), Bettina Grossenbacher, Luzia Hürzeler, Frantiček Klossner, Theres Liechti , Angela Marzullo, Chantal Michel, Sebastian Mundwiler, Christoph Oertli, Valentina Pini, Elodie Pong. Jhafis Quintero González, Salphinah Savin

Über Videocity:

videocity ist ein öffentliches Kunstprojekt, das 2013 in Basel, Schweiz, gegründet wurde. Ziele sind die Unterstützung von Videokünstlern und die Vermittlung von Videokunst an ein vielfältiges Publikum, sowohl im Innen- als auch im Außenbereich, und vor allem an ungewöhnlichen Orten und das kostenlos. Das Projekt wurde von Dr. Andrea Domesle initiiert und besteht derzeit aus einem großen Netzwerk von internationalen Mitarbeitern. Im Jahr 2019 wurde videocity mit der Auszeichnung „Kulturgut der Schweiz“ geehrt. Dies war das erste Mal, dass ein kuratorisches Projekt in der Schweiz eine solche Auszeichnung erhielt. Seit Beginn des Projekts wurden über 140 Videoarbeiten der Öffentlichkeit präsentiert. www.videocity.org