Love not Hate / miłość przeciw nienawiść

Kurs-Nummer: MHK 77

Love not Hate / miłość przeciw nienawiść
Die Situation von LGBTQ* in Polen und Deutschland und deren Kämpfe - eine Reise fürs Fragen, Suchen, Verstehen und Kontaktieren

Seminar
2.10.–9.10.2020 , Beginn Freitag 8 Uhr, Ende Freitag 17 Uhr

– Spätestens im Juli letzten Jahres, als Nationalist*innen und fundamentale Katholik*innen die in Bia?ystok stattfindende Pride für die Rechte von LGBTQ* angriffen, wurde vielen auch im Ausland deutlich, wie prekär sich die Lage momentan für sexuelle Minderheiten in Polen darstellt. Homophobie in Polen steht symbolisch für einen europaweiten reaktionären und nationalistischen Backlash. Wie aber lässt sich das „Feindbild LGBT*“ in Polen vor dem Hintergrund des Regierungsantritts der PIS-Partei vor fünf Jahren verstehen? Wie können wir die Situation analysieren, jenseits der einfachen Kategorien „homophiler Westen“ und „homophober Osten“? 

Wie ist die Situation in Deutschland, denn auch hier nehmen Anfeindungen zu? Wie ganz konkret hat sich das Leben von LGBTQ* in Polen in den letzten Jahren verändert? Und nicht zuletzt: Welche sicheren Orte gibt es und welche Strategien werden verfolgt? 
Die Reise wird uns in LGBTQ* Zentren- und Archive führen, wir werden polnische Aktivist*innen treffen, die sich für ihre Rechte stark machen. Wir werden Analytiker*innen und Wissenschaft­ler*innen befragen, wie die gegenwärtige politische Lage zu verstehen ist, und mit gesellschaftlichen Akteur*innen und Künstler*innen diskutieren, welche Strategien im Kampf gegen Homophobie und Nationalismus grenzübergreifend wirksam sein können. Gleichzeitig treten wir auch bei zwei öffentlichen Veranstaltungen, die wir selbst organisieren, in Kontakt mit der polnischen Öffentlichkeit. Als politisch engagierte Queers und Kulturschaffende bringen wir unsere eigenen Fähigkeiten, Kenntnisse und skills mit.

Orte: Wroclaw und Warschau 
Gebühr: inkl. Reisekosten und Übernachtung. Der Teilnahmebeitrag trägt zu ⅔ zur Gesamtfinanzierung des Seminars bei. Transport gemeinsam mit der Bahn
Ansprechpartnerinnen: Susanne Gärtner und Irène Mélix 

Da wir nicht nur als Konsumet*innen fahren wollen, freuen wir uns bei der Anmeldung über Informationen zu möglichen eigenen Beiträgen und Interessen. 

Kosten:
300 Euro / ermäßigt 150 Euro
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