Erinnerungsarbeit in Ostsachsen - Vernetzungskonferenz

Kurs-Nummer: MHK 84

Erinnerungsarbeit in Ostsachsen - Vernetzungskonferenz
in der Gedenkstätte Bautzen, Weigangstraße 8A, 02625 Bautzen

Samstag, 10.10.2020, 10:00 – 17:00 Uhr

– Anliegen der Konferenz ist es, lokale und regionale Akteur*innen der politisch-historischen Bildungsarbeit und der Forschung zum Thema Nationalsozialismus zu vernetzen sowie den fachlichen Austausch und die Weiterbildung zu fördern. Ein Überblick über die Arbeit von Geschichtsinitiativen soll verschaffen werden.

Aus dem Programm:

VORMITTAG:

Ankommen und Begrüßung durch die Referent*innen (Susanne Gärtner, Jonas Kühne, Jane Wegewitz)

„Erinnerungslandschaft Dreiländereck-Ostsachsen. Beobachtungen und Nachfragen“,
Impulsreferat von Dr. phil. Justus Ulbricht (Geschäftsführer des Dresdner Geschichtsvereins,Redakteur der "Dresdner Hefte"), anschl. Diskussion

Der Beitrag befragt einige angebliche Selbstverständlichkeiten der erinnerungskulturellen Theoriebildung und Arbeitspraxis – und stellt folgende Fragen:
I. Ist das Dreiländereck eine „europäische“ Erinnerungslandschaft – und wenn ja, was bedeutet das?
II. Wie „post-national“ und „postheroisch“ sind die nationalen Erzählungen im Dreiländereck?
III. Wie „postmigrantisch“ sind unsere Erinnerungskulturen oder müssten dies längst sein?
IV. Wie viel Erinnerung an Schreckliches taugt zur Demokratieerziehung?
V. Erinnerungsarbeit und Identitätsbildung – wie geht denn so etwas?

Ausstellung "Haft unterm Hakenkreuz. Bautzen I und Bautzen II 1933 – 1945", Führung mit Silke Klewin (Gedenkstättenleiterin)

Projektvorstellungen Teilnehmender / Vernetzungsworkshop I


NACHTMITTAG:

„Jugend für Dora – Erinnerungsarbeit im ländlichen Raum“, Impulsreferat mit Florian Sickert (Jugend für Dora), anschl. Diskussion
Jugend für Dora e.V. ist ein internationaler Jugendverein aus Nordhausen, der sich vorrangig mit der Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers Mittelbau-Dora und seines Außenlagerkomplexes in der Harzregion auseinandersetzt. Der Verein sieht sein Hauptanliegen darin, einen Beitrag zum Verständnis der Geschichte des Nationalsozialismus zu leisten. Dazu zählen die Bewusstmachung historischer Orte und Ereignisse und ihrer Wirkung in Vergangenheit und Gegenwart, Aufklärungsarbeit, Informationsbereitstellung, Bewahrung des Gedenkens und der Erinnerung, eine generationsübergreifende Sensibilisierung und Zusammenarbeit sowie interkulturelle Kommunikation und Kooperation in verschiedenen Projekten.
Das Referat stellt vergangene und aktuelle Projekte vor, wirft Fragen nach der Verstetigung von Erinnerungsarbeit und der Initiierung von Generationswechseln auf und schaut auf die Herausforderungen für die Erinnerung an NS-Verbrechen in ländlichen Regionen ohne Anbindung an größere urbane Zentren.

Erfahrungs- und Ideenaustausch / Vernetzungsworkshop II

Abschlussplenum


Leitung: Jonas Kühne und Jane Wegewitz (Sächsische Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus) und  Susanne Gärtner (riesa efau)

Anmeldung