ZEICHNUNG II / KURS A & B
ZEICHNUNG II / KURS A & B

ZEICHNUNG II / KURS A & B
Dorothea Schulz, Berlin
Zeichnung als verdichtete Zeit

Atelier Könneritzstraße 25

Was löst in uns den Impuls zum Zeichnen aus? Einfachste Ereignisse, persönliche Erlebnisse, Sichtungen aus unserer unmittelbaren Umgebung gehören dazu. Der Unterschied zwischen „High“ und „Low“ oder gar ein „Richtig“ oder „Falsch“ spielt bei diesen Anregungen gar keine Rolle. Wir sind auf der Suche nach der Originalität von Zeichnung und dehnen darum lustvoll ihre Grenzen in den Raum hinein, hin zu ungewöhnlichen Materialien, Werkzeugen und Bildträgern. Wir sind mit allen Sinnen offen für die Fähigkeit der Zeichnung, rasch und unmittelbar zu reagieren. Dabei ergeben sich automatisch spannende Konzepte wie Serien zu einem Thema, Zeichnungen, die in Aktion übergehen oder kunstvolle Organigramme, die neben ihrem Inhalt ein ornamentales Eigenleben führen. Auch neue Präsentationsformen testen wir aus.
Mich selbst interessiert etwa seit langem die Wirkung von Sprache auf meine Arbeit. Schließlich ist Zeichnung als Mittel für nahezu dokumentarische Aufzeichnung der Schrift eng verwandt. Oft zeichne ich unter dem Einfluss des gesprochenen Wortes. In meinen Hörzeichnungen durchdringen einander geschriebener Text, meditative Muster und Figuration auf gleichberechtigte Weise. Diese Blätter sind extrem präzise, ich möchte darin Zeitlichkeit verdichten. Die „Ligne Claire“ oder bisweilen cartoonhafte Vereinfachung stehen zu diesem Ansatz nicht im Widerspruch. Gemeinsam werden wir solche und andere Experimente „auf-zeichnen“ und uns dabei auch von japanischen Holzschnitten, naturwissenschaftlichen Zeichnungen oder Karikaturen des 19. Jahrhunderts anregen lassen.

BIOGRAFIE 1962 in Karlsruhe geboren 1982-89 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Dieter Groß, Christoff Schellenberger und K.H.R. Sonderborg
Lebt und arbeitet in Berlin

AUSTELLUNGEN (Auswahl) 2013 „Zeichnung 13“, Galerie Michael Sturm, Stuttgart; „May line is my line“, Galerie Kulturzentrum Adlershof, Berlin 2012 „Himmel und Hölle“, Palais Liechtenstein, Feldkirch/A 2011 „Fastzeichnungen und Aalener Gespräche“, Galerie der Stadt Aalen (E); „Zeichen setzen im Bild“, Oktogon der HfBK, Dresden 2010 „Kölner Sprechzimmer“ ArtFair21, Köln; „Fremde Heimat“, Kunsthalle Mannheim; „Suzie Wong meets Becky Thatcher“, Städtische Galerie Offenburg (E, m. Katrin Ströbel) 2009 „Durchaus Exemplarisch“, Villa Merkel Esslingen 2008 „Sprechzimmer 2“, Kunstmuseum Stuttgart (E); „Atterrir en douceur“, Espace d’Art contemporain, Colomiers/F (E)
(E) - Einzelausstellung

STIPENDIEN / PREISE (Auswahl) 2011 Preis der VR-Bank, Aalen 2008 Artist in residence, Toulouse/F 2005 Stipendium Cité des Arts, Paris 2004 Stipendium École des Beaux-Arts Marseille/F
Arbeiten in privaten und öffentlichen Sammlungen, u. a. Staatsgalerie Stuttgart, Kunstmuseum Stuttgart, Bundeskunstsammlung
diverse Kunst-am-Bau-Projekte, u. a. 2013 Neubau Hochschule Offenburg

www.galerie-sturm.de
Veranstaltungssprache:
deutsch

Sonstiges:
ZEITEN: Montag bis Freitag von 9.30 bis 17 Uhr
BITTE MITBRINGEN / BEACHTEN: Auswahl von Zeichenpapieren (verschiedene Qualitäten, variable Formate, müssen aber nicht unbedingt sehr hochwertig sein), Federn, Federhalter, Pinsel und Tusche, Aquarellfarben, Holzbretter/Papierklebeband; ein Material eigener Wahl, das nicht sofort mit Zeichnungsmaterial assoziiert wird. Geglättetes, säurefreies Büttenpapier kann bei Bedarf vor Ort erworben werden.
* Änderungen vorbehalten
* alle Preise zzgl. Materialkosten Teilzahlung möglich, siehe AGB


Online-Anmeldung nicht mehr möglich.
Weitere Informationen erhalten sie telefonisch im Servicebüro unter (0351) 86602 11.