20. dresdner schmalfilmtage - festival für 8 und 16mm film
Festivalsamstag

Film, Festival
Samstag, 23.03.2019, 14:00 – 23:59 Uhr
Motorenhalle - Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden
Kultur Forum - Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden

Auf der Website schrieb das Team des ersten Super08/16mm Filmfest, das 1997 unter diesem Titel noch vom Kino Quasimodo im riesa efau präsentiert wurde: „Angefangen hat alles mit einem Super8-Projektor und einer Kamera, ertrödelt an der Elbe. Einmal das Knattern des winzigen Films gehört hat es uns, die wir sonst mit 35mm-Filmen hantieren, nicht mehr losgelassen und die Idee des Super08/16mm-Filmfests war geboren. Was als kleine Party gedacht war, ist innerhalb von 3 Monaten zu einem Filmfest herangewachsen, die Begeisterung für Super8 und Amateurfilm scheint zu boomen.“

Mit den 20. dresdner schmalfilmtagen setzen wir unsere Energie hinein, getreu dem Motto des Festivals wieder „Fremde Gestade“ zu erreichen. Amateur Filmer*in und Super8-Freak, Filmemacher*in und Künstler*in setzen ihre Verbundenheit mit Zelluloid als Treue zur Geschichte, zur Kunstfertigkeit, zur Körperlichkeit des Schnittprozesses und o in der Spannung zu digitalen Technologien ein. Die prächtige Textur der Filme ist zweifellos verführerisch, aber ihre Erwünschtheit ergibt sich auch aus dem Eindruck, dass diese selten und wertvoll ist.

Hier findet geht's zum gesamten Programm: www.schmalfilmtage.de

„Fremde Gestade“ zu entdecken, heißt über „den Tellerrand schauen“, Gewohnheiten in Frage zu stellen, aufzubrechen. Ein wichtiges Thema. Immer. Damals und heute. Die 20. dresdner schmalfilmtage widmen sich diesem Thema in verschiedenen Programmen.

Freiheit ist nicht einfach da.

Programme wie Köln-Kuba, Tschechischer Underground, Sozialistischer Underground vor 1989 (Filme aus der DDR, Jugoslawien, der Sowjetunion, Ungarn) oder „Das private Jahrhundert“ von Regissuer Jan Šikls nehmen gesellschaftliche Themen unter die Lupe. Soziale Dialoge, Aktionen und Strukturen von damals und heute werden sichtbar und dechiffrierbar.

Die Freiheit, auch die, zu reisen.

In 94 Tagen um die Welt mit Kapitän Eisenhuth auf dem sowjetischen Kreuzfahrtschiff, zeigt bei der Eröffnung und in der Festivallounge einen großartigen Fundus, mehrere wundervolle gesellschafskritische Reisen, privat aufgenommen auf 8 mm und mit zwei Tonspuren versehen. Und dann, ja, im November 2019 wird man 30 Jahren Mauerfall gedenken mit Film und Gesprächsrunde. Das bedeutet 30 Jahre Freiheit. Bedeutet herumreisen und sich die Welt ansehen, bedeutet, Freunde praktisch überall haben zu können. Bedeutet, selbstbestimmt Frau und Mann und Kind zu sein. Und alles dazwischen natürlich auch. Ein unglaubliches Privileg!

Die Freiheit zu tun.

Nach dem modernen Verständnis heißt frei sein nicht nur, tun zu können, was man will, sondern vor allem, zu tun, was man wirklich will. Unabhängige Filmemacher*innen bilden immer das wichtigste Programmelement des Festivals. So auch diesmal. Es wird die Serie „American Independents“ mit Stan VanDerBeek fortgeführt. Der Film „Kaleidoscope“, von Telemach Wiesinger, bei zahlreichen Reisen durch Europa und Nordamerika auf 16-mm schwarzweiß-Film aufgezeichnet, zeigt Stationen menschlichen Unterwegsseins, Beobachtens und Entdeckens – oder auch Strandens. Und die Filme der deutsche Künstlerin Dore O. sind einzigartig gegenüber den vorherrschenden Strömungen des deutschen Experimentalkinos.

Dazu steht das selbst tun und machen und miteinander austauschen, im Film-Musik-Film-Workshop von Telemach Wiesinger, im Kinderworkshop, beim Get together und natürlich im Film und Orgel Projekt in der Diakonissenkrankenhauskirche im Zentrum.

Den Spaß zum Feiern.

Die frisch produzierten internationalen und deutschen Filme auf der Leinwand zu erfahren, die Filmemacher*innen und Künstler*innen vor Ort zu treffen und dazu die Vergabe der sechs Preise zu erleben, soll natürlich auch Spaß machen. Und nicht nur die drei Wettbewerbe bieten Grund zum Feiern. Dazu kommen als Feierhöhepunkte unsere 20. Geburtstagparty, die Trashfilmnacht und die Pausen, Räume in denen Gespräche, Ideen und Kollaborationen entstehen, Pläsier und Vergnügen vermischt sich mit der Anstrengung des Tanzens bis tief in die Nacht.