Workshop: Utopien und Werke

Kurs-Nummer: MHK 46

Workshop: Utopien und Werke

Donnerstag, 07.11.2019, 17:00 – 22:00 Uhr
Dachsaal im Kultur Forum - Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden
Motorenhalle - Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden
Do 7.11. 17–22 Uhr / Fr 8.11. 10–17 Uhr
kostenfrei, Anmeldung unbedingt erforderlich
Anzahl Veranstaltungen:
2

— Der Umbruch in ehemals sozialistischen Staaten ab 1989 setzte nicht nur in deren Gesellschaften, sondern weltweit Utopievorstellungen frei. Diese wurden in nicht geringem Umfang auch von Künstler*innen getragen bzw. von diesen reflektiert. Die Ausstellungen in der Motorenhalle sind einerseits Kunstausstellungen, andererseits thematische künstlerische Einwürfe zu gesellschaftlich relevanten Themenfeldern. Zeitgenösssische Kunst schließt Recherche, regelrechte Forschung, Vermittlung, Disksuusion ein. Somit geht es in den Ausstellungen bei uns nicht um zweckfreie Kunstbetrachtung, sondern um Gesellschaftsdiskussion, katalysiert auch durch Kunstwerke.

Konkret im WORKSHOP: Utopien und Werke geht es um die Frage, wie Künstler*innen die damaligen Utopien reflektierten und reflektieren. Es geht nicht darum, ob irgendwer diese Ereignisse miterlebt habe. Unabhängig von ihrer Weltgegend oder ihrem Geburtsjahr befassen sich international Künsler*innen mit gesellschaftlichen Utopien. Wir konzentrieren uns auf jene damaligen um dabei zu fragen, was sie für uns Heutige bedeuten, welche damals vielleicht fehlten, unterschätzt wurden usw.. Welche Folgen der damalige, sicher auch mauerfallbedingte, plötzliche Utopieverlust von Teilen derer, die den Umbruch trugen, gesellschaftlich bis heute im Osten zeitigen könnte. Wir schließen hier auch an an die Fragestellung, wie wir Nachwenderarrative diskutieren wollen. Diese Frage wird aktuell von unterschiedlichsten Seiten reflektiert, diskutiert und instrumentalisiert.

Die Künstler*innen sind eingeladen, anhand ihres Werkes im Allgemeinen oder speziell jenes in der Ausstellung, ihre Positionen zu gesellschaftlichen Utopien, ihre künstlerische Auseinandersetzung damit in die Diskussion mit den TN einzubringen. Hier geht es nicht um ästhetische Fragen oder Fragen, die sich in der Kunstgeschichte ansiedeln lassen, sondern um gesellschaftspolitische Fragestellungen gestern und heute. Mit Tino Heim und Karl-Siegbert Rehberg sind zwei Soziologen involviert, die kultursoziologisch genau an diesen Fragestellungen arbeiten und den TN die Möglichkeit bieten die durch die anschließend von den Künstler*innen gestellten Betrachtungsweisen einzuordnen und zu diskutieren.

Uns als Verein und Träger der politischen Bildung ist es wichtig, Kunst als Ausdrucksform dür gesellschaftsrelevante Prozesse stark zu machen. Das Seminar ist insofern angesiedelt zwischen kultureller Bildung und politischer Bildung. Wobei wir hier die Grenzen als fließend betrachten, der gesellschaftspolitische Fokus von uns aber in dieser Veranstaltung als vorrangig betrachtet wird.

Anmeldung