Veranstaltungsreihe: #UNTEILBARE SOLIDARITÄTEN UND ALLIANZEN

Kurs-Nummer: MHK 90

Veranstaltungsreihe: #UNTEILBARE SOLIDARITÄTEN UND ALLIANZEN
in Dresden

Dienstag, 10.11.2020, 17:00 – 21:00 Uhr
Motorenhalle - Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden

»Es sind nicht die Unterschiede, die uns hemmen, es ist das Schweigen«
Audre Lorde

2019 war der Sommer der Solidarität. Zivilgesellschaftliche und kulturelle Akteur*innen haben an vielen Orten in Sachsen gezeigt, wofür sie stehen: Eine Gesellschaft, in der Menschenrechte unteilbar, in der vielfältige und selbstbestimmte Lebensentwürfe selbstverständlich sind.
2020 macht uns alle um eine Erfahrung reicher: Wie gestaltet sich Solidarität in einer Gesellschaft, in der die Schwächsten vor einem bisher unbekannten Virus geschützt werden müssen? Wie gehen wir um mit Menschen, die ihren Unmut mit demokratiefeindlichen Parolen auf die Straße tragen?

Wir glauben, eine bessere Welt ist möglich. Dann, wenn wir nicht das Trennende, sondern das Gemeinsame in den Vordergrund stellen - ohne dabei die unterschiedlichen Perspektiven aus dem Blick zu verlieren. Unsere Kämpfe gegen jegliche Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Antifeminismus, gegen die Einschränkung von Grund- und Freiheitsrechten, gegen Sozialabbau und Verarmung und für Klimagerechtigkeit, können und müssen zusammen gedacht werden.

Doch was bedeutet das genau? Was ist das sich gegenseitig stärkende unterschiedlicher Strategien und Ziele für eine gerechtere Welt? Und welche Rolle kann z.B. ein Bündnis wie #unteilbar dabei spielen? Wir laden ein - zum Zuhören, um gemeinsam die Antworten zu finden.

Termine:
Plauen | 17.10.2020 | 14.00 Uhr | Malzhaus
Zittau | 07.11.2020 | 11.00 Uhr | Christian-Weise-Bibliothek Zittau
Dresden | 10.11.2020 | 17.00 Uhr | riesa efau / Motorenhalle

Ansprechpartnerin: Susanne Gärtner
riesa efau ist Mitglied im Bündnis #unteilbar. #unteilbar ist ein loses Bündnis verschiedener zivilgesellschaftlicher Akteure.


#unteilbare Solidaritäten -für ein inklusives Leben für alle! - WORUM GEHT ES IN DRESDEN?

Wenn Menschen in Werkstätten nur nach ökonomischen Kriterien bemessen werden, wenn Roma nur als Bettelnde dargestellt werden und Armutsmigration nicht als solche benannt wird, wenn Menschen mit einer psychischen Erkrankung in Hartz IV fallen - dann ist es Zeit, Bündnisse zu schmieden und Grundsatzfragen zu stellen!

Wir wollen gemeinsam mit verschiedenen marginalsierten Gruppen überlegen, wie wir der kapitalistischen Verwertungslogik etwas entgegen setzen und unsere Kämpfe besser bündeln können.
Wir laden ein: Zum gegenseitigen Zühören, diskutieren und zur Strategieentwicklung.

Ablauf:

16.30 Einlass
17.00 Begrüßung, anschließend: Ein Beispiel von Vielen: Beginn mit einem Input von Birger Höhn (Inklusionabeauftragter)
17.45 Zusammenhänge: Sozialdarwinismus und Verwertungslogik im Neoliberalismus, Kurzinput (Konzeptwerk Neue Ökonomie)
Pause
18.30 Perspektiven auf ein Thema: Fishbowl mit Expert*innen. Es werden angefragt oder haben bereits zugesagt
Annett Hainich und Sören Haak für Menschen mit körperlicher Behinderung
Ajriz und Advija Bekirovski für Rom*-nja
Dr. Peter Müller für Senior*innen
Beate Kursitza-Graf für die Perspektive der Werkstätten für Menschen mit Behinderung
Konzeptwerk Neue Ökonomie für die Perspektive Care Arbeit und kinderreiche Familen (Mia Smettan, angefragt)
Osman Oguz und Duc Le Cong für die Perspektive von BIPoC
Thomas Renker für die Perspektive von ALGII-Empfänger*innen
Paula Kuitinen für die Perspektive von Menschen mit einer psychischen Erkrankung

anschließender Diskussion über folgende Fragen und gemeinsame Vereinbarungen
Was sind Schnittmengen gemeinsamer Kämpfe und Problemlagen? Wie können Kämpfe verbunden werden? Wie können wir solidarisch füreinander einstehen?

20.00 Gemeinsames Abendessen und Zeit für Gespräche, kultureller Beitrag

Wichtiger Hinweis: die Teilnehmer*innenzahl ist aufgrund von Covid 19 und dem gewählten Raum begrenzt, daher bitten wir um Anmeldung unter: susanne.gaertner@riesa-efau.de

Anmeldung