Nummer: MH 891
SALON Männlichkeit zwischen Macht, Kontrolle und Berührbarkeit
Berührung ist nicht eindeutig. Sie kann Nähe ermöglichen oder Macht ausüben, Schutz bieten oder Grenzen markieren. Gerade in dieser Ambivalenz liegt ihr Potenzial als Ausgangspunkt, um über aktuelle Männlichkeitsentwürfe nachzudenken. Gegenwärtig nehmen autoritäre Tendenzen zu. Die Welt beschleunigt sich weiter, geprägt von digitaler Abstraktion und der Verdichtung von Kontrolle. Körperliche Präsenz, Sprache und Gestik werden zu Instrumenten politischer Autorität, während Verletzlichkeit oder das Eingestehen von Fehlern Handlungsmacht delegitimiert. Nähe erscheint fragil, Berührbarkeit prekär. Verletzlichkeit gilt als Risiko. Wie stark wirken diese Logiken auf Vorstellungen von Männlichkeit? Wird Stärke, Souveränität und Durchsetzungskraft aufgewertet, während Abhängigkeit, Zweifel oder das Eingestehen von Grenzen Unsichtbarkeit bedeuten? Wie lässt sich Männlichkeit gegenwärtig nicht als Identitätsbehauptung denken, sondern als relationales Geschehen? Zusammen mit dem Männernetzwerk Dresden e.V. und Fikri Anil Altintas laden wir dazu ein, Spannungen auszuhalten und Männlichkeit als ein offenes, bewegliches Spektrum zu denken. Kostenfrei, Spenden sind willkommen (Empfehlung ab 3,- )
Zeitraum: 17.04.2026 – 12.07.2026
Moderation:
Denise Ackermann, Dresden
Referenten:
Fikri Anil Altintas









