Runde Ecke

Die Runde Ecke, eine ehemalige Großtankstelle aus den 1930er Jahren steht als Projektraum für Ausstellungsvorhaben von Künstler*innengruppen aus der Region zwischen Dresden, Prag und Wroclaw zur Verfügung. Die Projekte können von den Künstler*innen selbst ausgestaltet und bestimmt werden. Im Gegensatz zur Motorenhalle gibt es hier keine thematischen oder kuratorischen Vorgaben.

ATTILA POKORNY Explosion, metal, . 70 x 50 x 65 cm 2024

Environmental Reflection
Zsigmond LUCZA und Attila POKORNY (beide HU)

Ausstellung
Freitag, 07.06.2024, 20:00 - 22:00 Uhr
Runde Ecke, Adlergasse 12/Ecke Wachsbleichstraße, 01067 Dresden
Ausstellungsdauer: 7.6. - 28.6.2024

Zsigmond Lucza: Der Garten ist innen und die Wildnis ist außen. Ersterer ist nach menschlichen Vorstellungen organisiert, letztere nach den Gesetzen der Natur. Wenn der Garten vom Gärtner aufgegeben oder vernachlässigt wird, entsteht ein chaotischer Zustand. Das ist das innere Chaos, das Fehlen oder der Verfall des menschlichen Konzepts, das durch die natürliche Wiederherstellung ersetzt wird. Gleichzeitig können uns die Pflanzen bei der Heilung und beim Wiederaufbau helfen. Die Natur heilt und lädt den Menschen auf, da wir von ihr abstammen. Sie beruhigt und regt zum Handeln an. Ich gehe in ihr, und langsam setzt sich das Bild als Antwort auf die Frage nach den nächsten Schritten zusammen. Dieses ganze Thema ist eine bewusste Regression auf eine instinktive, weniger bewusste Ebene der Existenz, wo ich mehr mit der Natur verbunden bin und mich als Teil des Ganzen fühle. Das ist der Raum, in dem die Heilung und der Wiederaufbau meiner selbst stattfindet. Das ist der Punkt, von dem aus ich mich selbst aufbaue.
Im Sommer 2023 begann ich in Transsilvanien mit der Erstellung von Floragrammen. Ich wollte an etwas anderem arbeiten als an figürlicher Malerei und habe Pflanzen als Schablonen verwendet. Diese Methode ist ein weiterer technischer Ansatz meiner langfristigen künstlerischen Forschung: Imitating the Medium, ein Thema, das sich auf die Interaktion zwischen Malerei und anderen Medien bezieht.

Attila Pokorny: Ich versuche, Werke mit symbolischem Inhalt zu schaffen, die nur minimal in die natürliche Umgebung eingreifen oder sie stören. Ich schaffe Zeichen, die in die Natur projiziert werden und sich dem Rhythmus und der atmenden Existenz der Natur anpassen. Der Prozess der traditionellen Handwerkskunst, die traditionelle Formgebung, die von der Natur genährt wird, sind die Leitlinien meiner Arbeit. Indem ich den Unterschied zwischen dem Organischen und dem Künstlichen überbrücke, schaffe ich eine lebendige Kommunikation in Echtzeit. All dies, um die Welt, die der Mensch geschaffen hat, wieder zu humanisieren. Ästhetische und erfahrungsbezogene Harmonie zu schaffen, indem ich alte Ideen heraufbeschwöre, ist die Essenz meiner Kunst. Es geht darum, eine grundlegende Harmonie mit der Natur wiederherzustellen. In meinen traditionellen, geschnitzten, gemusterten, geformten Kunststoffen und natürlichen Kunstwerken existieren Form und Inhalt auf der gleichen Ebene. Meine experimentelle Natur ermutigt mich immer zur Erneuerung, und indem ich immer komplexere Werke schaffe, versuche ich, meinen eigenen Weg zu gehen... Der Raum und der Ort, an dem diese Werke entstehen, sind für mich sehr wichtig. Die Beziehung der Kunst zu einem gelebten Ort, der ein Lebensraum ist, treibt meine kulturelle Vision voran.

Eröffnung am 7.6. um 20 Uhr

Einführung: Frank Eckhardt

Vorschau

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Anfahrt

Besucher*innen-Adresse: Adlergasse 12, Zugang über Kultur Forum Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden
Postadresse: Runde Ecke c/o riesa efau. Kultur Forum Dresden, Adlergasse 14, 01067 Dresden