Galerie Adlergasse ist leider geschlossen

Die Galerie Adlergasse wurde im April 1990 als erste Galerieneugründung in Dresden nach 1989 von einer Gruppe von sieben Künstler*innen eröffnet. Es wurden und werden Ausstellungen vor allem mit Dresdner Künstler*innen gezeigt, die entweder noch nicht etabliert sind oder deren Positionen im regionalen Kunstkontext zwar von Bedeutung sind, sich dies aber nicht in deren Präsenz im Ausstellungsgeschehen niederschlägt. Seit Mai 2015 befindet sich die Galerie im Kultur Forum, dem Neubau von riesa efau.

Berührungsverbote - Annäherung an Gisela E

Berührungsverbote - Annäherung an Gisela E
Die Vernissage findet online statt.

Ausstellung
Freitag, 07.05.2021, 20:00 – 22:00 Uhr
Galerie Adlergasse im Kultur Forum - Wachsbleichstraße 4a, EG, 01067 Dresden
Runde Ecke - Adlergasse 12/Ecke Wachsbleichstraße, 01067 Dresden

Online-Doppelvernissage Gefühle (r)aus! Glocal Emotions & Berührungsverbote - Annäherung an Gisela E

Wir eröffnen am 7. Mai, um 20 Uhr gleich zwei Ausstellungen und laden Euch herzlich ein, online dabei zu sein. Wir streamen Live auf unserem youtube-Kanal (riesa efau) und laden Euch im Anschluss via zoom zu Gesprächen und Rundgängen durch die Ausstellungen ein. Livestream: www.youtube.com/watch?v=CDlVbGSVy_0

In der Motorenhalle begrüßen Euch die Kurator*innen Denise Ackermann und Frank Eckhardt der Ausstellung: Gefühle (r)aus! Glocal Emotions.

In der Galerie Adlergasse und Runde Ecke empfangen Euch die Kurator*innen Michael Klipphahn und Karen Packebusch und eröffnen die Ausstellung: Berührungsverbote - Annäherung an Gisela E. Dr. Christine Künzel, Vorsitzende der Internationalen Gisela Elsner Gesellschaft, wird ebenfalls zugeschalten sein.

Nach den gemeinsamen Einführungen möchten wir Euch herzlich zu einem Gang durch die Ausstellungen mittels zoom einladen. Dafür werden die vier Kurator*innen zu den einzelnen Arbeiten gehen und wir versuchen uns gemeinsam mit einigen der ebenfalls digital anwesenden Künstler*innen den Arbeiten auf diese Weise zu nähern.

Zugang zu Zoom:

https://zoom.us/j/96718742422?pwd=dmpvdXBvLzZHdENYYm5RVmFiYVNEUT09

Meeting-ID: 967 1874 2422
Kenncode: 452862

— Die Schriftstellerin Gisela Elsner (1937-1992) bildet das Zentrum dieses außergewöhnlichen Ausstellungsprojektes – eine Autorin, die das eigene Land, die BRD, stets als Fremde wahrgenommen hat, daher auch ihr satirischer und unerbittlicher Blick, mit dem sie die Rituale des Klein- und Großbürgertums sezierte.

In der Auseinandersetzung mit einzelnen Facetten der Autorin versuchen die beteiligten Künstler*innen, sich dem Werk und der Person Gisela Elsners anzunähern. Durch diese Setzung konfrontieren sich die Künstler*innen mit Fragen, mit denen auch die Nachkriegsgeneration, wenn auch aus anderen Gründen, konfrontiert gewesen ist: dem Wegfall des Systems der Elterngeneration, Entgrenzungsdrang entgegen starrer Konformitätenlogik und der Suche nach einer Reibungsfläche, die in einer marktfundamentalistischen Gesellschaft ihre Entsprechung gefunden hat. Dieses Ankämpfen lässt sich auch mit Elsners radikaler Abkehr von der Selbstzufriedenheit der Wirtschaftswundergeneration, ihrer Flucht vor tradierten Beziehungsmodellen und der Wut auf den spießigen Muff der Nachkriegsgesellschaft in Einklang bringen.

Die Werke der Künstler*innen treffen nun zusammen auf ausgewählte Texte der Autorin und Exponate zu ihrer Person und werfen in dieser Zusammenstellung neue Fragen auf: Welche neuen Interpretationshorizonte ergeben sich aus der intermedialen Konfrontation dieser Texte und Bilder? Welche Formen der ästhetischen Erfahrung bzw. Erkenntnis eröffnen sich in diesem intermedialen Diskurs? Welche Gedanken, Ansätze und Analysen dieser frühen feministischen und kapitalismuskritischen Stimme der BRD bieten Schnittstellen oder Anknüpfungspunkte für die Gegenwartskunst?

Künstler*innen Robert Brandes, Maja Gratzfeld, Max Kowalewski, Michael Klipphahn, Alex Lebus, Lilli Loge, Karen Packebusch, Johanna Rüggen, Robert Vanis, Susan Donath, Maria Schwerdtner und Lutz Fleischer

kuratiert von Michael Klipphahn, Karen Packebusch und Dr. Christine Künzel
in Kooperation mit der Internationalen Gisela Elsner Gesellschaft und Denise Ackermann/ riesa efau. Kultur Forum Dresden

‣  Vernissage Fr 7.5. ‣ 20 Uhr
‣  Ausstellungsdauer 7.5. –11.7.2021
‣  Öffnungszeiten Mi, Do, Fr 16-19 Uhr, Sa & So 14-18 Uhr
‣  Eintritt 4/3 €, Freitag Eintritt frei (Kombiticket 6/4 € inkl. der Ausstellung in der Motorenhalle)

Vorschau

Anfahrt

Besucher*innen-Adresse: im Kultur Forum, Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden



Postadresse: Galerie Adlergasse c/o riesa efau. Kultur Forum Dresden, Adlergasse 14, 01067 Dresden