Zusammen handeln – für ein aufgeräumtes Morgen


Handlungskunst in Bewegung – 30 Jahre REINIGUNGSGESELLSCHAFT
Die in Dresden gegründete Künstlergruppe REINIGUNGSGESELLSCHAFT feiert 2026 ihr 30-jähriges Bestehen mit künstlerischen Aktionen im Stadtteil Friedrichstadt sowie einer Jubiläumsausstellung.
Gegründet während des Studiums an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, hat sich das Duo Martin Keil und Henrik Mayer seit den 1990er Jahren konsequent vom klassischen Verständnis eines autonomen, abgeschlossenen Kunstwerks abgewandt. Ihr Ansatz: Handlungskunst als soziales Handeln, als Eingriff in reale Situationen, als kollektiver Prozess und als Einladung zur Beteiligung. Seitdem bewegen sie sich an der Schnittstelle von Kunst, Stadtentwicklung und zivilgesellschaftlichem Engagement.
Zum Jubiläum kehrt die Gruppe zurück nach Dresden und widmet sich ab April in einzelnen Aktionen einem hochaktuellen urbanen Thema: dem Verkehr. Mit performativen Ampelphasenmessungen sowie einem gemeinsam mit Anwohner:innen gebauten „Blitzer der Gerechtigkeit“ wird sie zwischen April und September wiederholt im Quartier präsent sein. Leitfrage der Aktionen ist: Lässt sich die „Blechlawine“ noch aufhalten? In dialogischen Formaten werden dabei Nutzungskonflikte im öffentlichen Raum gemeinsam mit Anwohner:innen verhandelt.
Begleitet wird das Jubiläum von der Ausstellung „Zusammen handeln – für ein aufgeräumtes Morgen“ (Vernissage: 4. September 2026, Motorenhalle), die gemeinsam mit der Kuratorin Denise Ackermann konzipiert wird. Sie versammelt ein Archiv zentraler Arbeiten der letzten drei Jahrzehnte und bringt diese mit Positionen eingeladener Künstler:innen in Dialog, die inhaltlich und methodisch an Praktiken der Handlungskunst anknüpfen.
30 Jahre REINIGUNGSGESELLSCHAFT sind kein Anlass für Rückschau allein. Sie sind die ausgesprochene Einladung, gemeinsam weiterzuhandeln.
Lässt sich die „Blechlawine“ noch aufhalten?
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