Was passiert, wenn Kunst nicht im Museum bleibt, sondern mitten ins Leben greift? - Was passiert, wenn Kunst nicht im Museum bleibt, sondern mitten ins Leben greift?

Nummer: MH 911

Was passiert, wenn Kunst nicht im Museum bleibt, sondern mitten ins Leben greift?
AUSSTELLUNGSFÜHRUNG Zusammen handeln – für ein aufgeräumtes Morgen

Samstag, 10.10.2026, 16:00 - 17:00 Uhr
Motorenhalle. Für gegenwärtige Kunst, 01067 Dresden, Zugang über Wachsbleichstr. 4a oder über Adlergasse 12/ Kulturhof (barrierefreier Zugang)

Das Kunstfeld wurde im 19. Jahrhundert autonom – so lässt es sich sehr knapp mit dem französischen Soziologen Pierre Bourdieu behaupten. Es entwickelten sich eigene Regeln, die nur innerhalb dieses Feldes galten. Dem entgegen entwickelte Joseph Beuys im 20. Jahrhundert seinen erweiterten Kunstbegriff bzw. die Idee der „sozialen Plastik" als radikalen Gegenentwurf zu einer reinen Werkkunst. Diese Gedanken flossen in das Verständnis von Handlungskunst ein: Sie versteht Kunst als gesellschaftsgestaltendes Handeln, das sich in reale Situationen, Räume und soziale Beziehungen einmischt. Handlungskunst ist das Feld der REINIGUNGSGESELLSCHAFT. Anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens zeigt die Motorenhalle eine Auswahl ihrer Arbeiten gemeinsam mit weiteren Akteur:innen, die ebenfalls nicht aufs fertige Werk setzen, sondern aufs Dazwischen.


Kuratorin und Soziologin Denise Ackermann ist seit ihrer langjährigen Tätigkeit für riesa efau mit der Arbeitsweise der RG bestens vertraut und nimmt Euch mit auf einen Streifzug durch die verschiedenen Perspektiven der Handlungskunst. Dabei seid Ihr eingeladen ins Gespräch zu kommen: Was bewegt Euch an diesen Arbeiten, welche Ideen habt Ihr – und vielleicht findet sich ja sogar eine Möglichkeit, bei riesa efau selbst mitzumischen?

Zeitraum: 04.09.2026 – 11.10.2026

Kosten:
5,00 Euro / 3,50 Euro