„Saures Europa Kyselá Evropa“
17. Kunstsymposium Strömungen Proudĕní
August - Dezember 2018

Ausstellungen, Workshops, Performance

Bereits früher war die EU Thema beim Kunstsymposium. So arbeiteten die Künstler vor der EU- Erweiterung zu „Die Entführung Europas“ und ein Jahr darauf mit „Süßes Europa“ zu den Hoffnungen und Verheißungen der Mitgliedschaft. Was ist seitdem passiert? Woher kommt nunmehr die Skepsis gegenüber der Europäischen Union? Was stößt vielen Menschen so sauer bei ihr auf? Lassen sich Bürger_innen von populistischen Politiker_innen verführen oder haben sie selber schlechte Erfahrungen?

Sauer stößt vielen das Erleben von Vorurteilen, Ressentiments oder Schlimmerem gegen Fremde bei ihren Mitbürger_innen auf. Sauer auch die Abschottung der EU gegen Migranten, die Abschiebungen von Menschen, die Anbiederungen bei Populisten auf. Andere sind sauer auf die EU, weil diese nach ihrer Meinung viel zu viele Fremde ins europäische Haus ließe. Aus welchen Gründen auch immer, sauer auf die EU sein ist bei vielen „in“.

Was bedeutet Europa heute für Künstler_innen? Welche Ideen, Werte, Utopien verbinden sie damit? Was bedeuten uns Begriffe wie Freiheit, Toleranz und Solidarität, wenn sie nicht mehr nur Floskeln, sondern lebendig sein sollen? Wie politisch ist Kunst in Zeiten eines auseinanderdriftenden Europas nötig?